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Klaus-Peter Görlitzer (Hamburg), Journalist, redaktionell verantwortlich für BIOSKOP:

Elterninitiative fordert: Impfschäden "in vollem Umfang" veröffentlichen!

Artikel erschienen in: BIOSKOP-Schriftzug / beim Anklicken: zur Inhaltsübersicht der BIOSKOP-Ausgaben Nr. 25, März 2004, Seite 5


Die Initiative "Eltern für Impfaufklärung" (EFI) fordert Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) in einem "Offenen Brief" auf, Daten über Impfschäden "in vollem Umfang" öffentlich zu machen und künftig einen "zeitnahen Zugriff darauf zu ermöglichen".

Seit 2001 sind ÄrztInnen laut Infektionsschutzgesetz (IfSG) verpflichtet, Verdachtsfälle von Schäden nach Impfungen an das Gesundheitsamt zu melden, das anschließend die zuständige Bundesoberbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen, über die vermutete Schädigung informiert.

Bisher hat das PEI nach Darstellung von EFI lediglich eine Auswertung der ersten zehneinhalb Monate nach Einführung der Meldepflicht im Bundesgesundheitsblatt (Ausgabe April 2002) publiziert; demnach seien zwischen 1.1. und 19.10.2001 hierzulande 236 Verdachtsfälle registriert worden, darunter zwei Todesfälle. Allerdings räumen die PEI-AutorInnen ein, "dass die seit Anfang 2001 bestehende Meldeverpflichtung noch nicht allen Ärzten bekannt ist". Und sie fügten hinzu: "Weitere Anstrengungen sind daher erforderlich, um die Meldefreudigkeit zu steigern und so belastbare Aussagen über Impfkomplikationen in der Diskussion um die Stärkung des Impfgedankens zu erhalten."

Nahe liegender Verdacht Seit dieser offiziellen Veröffentlichung sickerte immer mal wieder Alarmierendes durch. So wurde im Frühjahr 2003 durch Medienberichte bekannt, dass fünf Kleinkinder unmittelbar nach Impfung mit einem neuen Kombinationsimpfstoff starben, der sie vor sechs Krankheiten hätte schützen sollen. (Siehe BIOSKOP Nr. 23) Weitere Todesfälle gab das PEI im August im Fachblatt Kinder- und Jugendarzt zu -eine aktuelle, detaillierte Aufbereitung sämtlicher Schadensmeldungen vermisst EFI jedoch bis heute.

"Der Verdacht liegt nahe", schreibt die Initiative an Gesundheitsministerin Schmidt, "dass die mittlerweile vorhandenen Meldedaten eben nicht geeignet sind, den Impfgedanken zu stärken."

Den Wortlaut des Offenen Briefes und weitere Informationen bei EFI, c/o Angelika Kögel-Schauz, Fax (0821) 8153576, Internet: www.efi-online.de



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