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1994 wurde in Deutschland die maschinenlesbare Krankenversichertenkarte (KVK) eingeführt. Die KVK war nicht nur das Einstiegsbillet für das auf elektronische Datenverarbeitung umgestellte Gesundheitswesen, sie bahnte auch den Weg zu stärkerer Kontrolle von ÄrztInnen und PatientInnen und - damit verbunden - zu Kosteneinsparungen und Rationierungsmaßnahmen. Aufbauend auf der mit der KVK geschaffenen technischen Infrastruktur wäre es auch möglich, Chipkarten einzuführen, auf denen sensible medizinische Daten gespeichert sind. Manche Befürworter solcher »Patientenkarten« träumen gar davon, dereinst ihre gesamte Krankengeschichte in der Brieftasche mit sich herumtragen zu können.
Risiken und (Neben)-Wirkungen von Chipkarten und elektronischer Vernetzung des Gesundheitswesens zeigt detailliert ein bereits 1995 erschienenes Buch auf, das in seiner Analyse nach wie vor aktuell ist: Der Gesundheitschip. BioSkop meint: Ein ausführlicher Blick in dieses Buch kann angesichts der laufenden Debatte um die Einführung eines »Medikamentenpasses« wahrlich nicht schaden!
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